Abschied von einem lieben Menschen

Wolfgang Kropat starb mit 74 Jahren – Vielen Menschen bekannt und beliebt –Trauergottesdienst in der Georgskirche

Am Samstag, 22. September 2018,  verstarb unser Kolping-Mitglied Wolfgang Kropat im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit in seiner häuslichen Umgebung. Eine lange Zeit intensiver Pflege und liebevoller Zuwendung ging nun auch für seine  Frau Elli und alle helfenden pflegenden Personen zu Ende. „Grüße alle von mir, die Du triffst und mich kennen“, sagte er noch kurz vor seinem Tod, als sich seine Frau zu einem kurzen Einkaufsgang daheim verabschiedete, derweil eine Pflegeperson bei ihm war. Am Freitag, 28. September, fand in der evangelischen Georgskirche der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung statt.

Es gibt mehrere erwähnenswerte Stationen im Leben des Verstorbenen, der 1944 im ostpreußischen Tilsit geboren wurde, heute Sowetsk, eine Stadt in Russland. Als Kleinkind kam er auf der Flucht mit seiner Mutter zunächst nach Bayern, wo er in Ingolstadt aufwuchs, zur Schule ging, seine Frau Elli kennenlernte und dort 1969 auch heiratete. Von daher kommt seine typische Selbsteinschätzung „I bin I“ - als Ausdruck seiner Wertschätzung der  bayrischen Lebensart.

1972 zog er berufsbedingt mit seiner Familie nach Denzlingen, die Tochter Sabine wurde geboren. Insgesamt konnte er zu Beginn seines Ruhestandes im Jahr 2007 auf 47 Berufsjahre zurückblicken, da er vor seiner Zeit im öffentlichen Dienst zunächst eine Berufslaufbahn als Schreiner begonnen hatte. Da ihm das praktische Handwerk jedoch nicht so lag, wie er freimütig bekannte, lernte er fleißig Fremdsprachen und begann bei der Bundeswehr eine Truppenverwaltungslaufbahn, in deren Gefolge er mit dem Luftwaffengeschwader „Immelmann“ nach Bremgarten, Freiburg und schließlich nach Denzlingen kam, wo es ihm und seiner Frau Elli am besten gefiel, wie er oft betonte. In vielfältigen Funktionen war er im Denzlinger Rathaus tätig. Vor allem im Einwohner-Meldeamt, im Passamt, Standesamt und zuletzt im Sozialamt, wo sich Wolfgang Kropat als ausgesprochen „bürgerfreundlicher Beamter“ bewährte und sich allseits großer Beliebtheit und Wertschätzung erfreuen konnte.

Besonders geschätzte Bürgernähe

Seine allseits besonders geschätzte Bürgernähe wurde in zahlreichen  Anekdoten auch anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 2007 gewürdigt, unter anderem diese: Im Laufe seiner Dienstzeit hat er - solange dies überhaupt auf Gemeindeebene möglich war – noch lange nach Dienstschluss hin und wieder einen Pass verlängert, wenn einem vergesslichen Zeitgenossen erst am Vorabend einer größeren Reise einfiel, dass sein Pass ja schon vor Monaten abgelaufen war. Weit über 500 Ehepaaren verhalf er als stellvertretender Standesbeamter ins junge Eheglück, wobei er auch hier als Beamter „mit menschlichem Gesicht“ in Erscheinung trat. Bei der Vereinsfasnet, auch bei der Frauenfasnet (!) und bei anderen Gelegenheiten war Wolfgang Kropat viele Jahre auch als versierter „Mann am Klavier“ sehr gefragt und fand dabei immer den „richtigen Ton“. Über 40 Jahre war er aktives Mitglied der Kolpingsfamilie und wurde noch im vergangenen Jahr dafür besonders geehrt.

Nicht zuletzt schrieb Wolfgang Kropat bis in die achtziger Jahre über zehn Jahre lang für Von Haus zu Haus jede Woche diverse Berichte, machte Fotos und war hier so gut wie allen Bürgern bekannt. So hat der Wahldenzlinger Wolfgang Kropat das Bild seiner Gemeinde nachdrücklich geprägt und hat das Leben dieser Gemeinde spürbar bereichert. Insofern darf man dem Verstorbenen ohne jede Übertreibung auch nachsagen: Wolfgang Kropat hat sich um diese Gemeinde verdient gemacht.

Im Alter von 74 Jahren verstarb Wolfgang Kropat. Das Bild entstand 2007, im Jahr seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Es zeigt (von links): Elli Kropat, Personalrat Rainer Steigert, Wolfgang Kropat, Hauptamtsleiter Helmut Käfer und Bürgermeister Dr. Lothar Fischer.

Auf dem „Augenweideweg“ unterwegs

Zu einer allseits sehr gelobten Herbstwanderung lud die Denzlinger Kolpingsfamilie am „Tag der Deutschen Einheit“ Mitglieder und Gäste ein. Peter Eisenberger und Helga Hoberg hatten eine besonders beliebte Wanderung ausgewählt, nämlich den Panoramaweg rund um Malterdingen, der von Kennern wegen der wunderschönen Aussicht gerne als „Augenweideweg“ bezeichnet wird. 22 Wanderfreunde schlossen sich gerne an und bildeten von Denzlingen aus Fahrgemeinschaften. Bei optimaler Fernsicht konnte man vom Panoramaweg aus nicht nur die Vogesen und den Kaiserstuhl, sondern auch die markanten Höhen des  Schwarzwaldes bewundern. Natürlich durfte bei der dreistündigen Wanderung über insgesamt zehn Kilometer auch eine erholsame Mittagspause bei der „Hasenbankhütte“ nicht fehlen, ehe der Wanderführer die Wandergruppe wieder nach Denzlingen führte, wo natürlich auch die obligatorische Einkehr zum Abschluss stattfand. Das Bild zeigt die Wandergruppe bei einer kurzen Pause.

Besonderes Lob für unseren kreativen Koch

 Kolpingsfamilie geht neue Wege: Attraktive Programmangebote für Familien im Vordergrund 

„Neue Wege bei Kolping“ überschreibt Wolfgang Humpfer den Leitgedanken des Denzlinger Kolpingprogramms im zweiten Halbjahr 2018. Einer dieser „neuen Wege“ wurde am 19. Oktober 2018 in der Küche der Realschule mit einem interessanten Kochabend für Familien beschritten.

Im Kolpingsprogramm für das zweite Halbjahr 2018 bietet eine kleine Gruppe von Familien zwei Programmbeiträge an, die im September und jetzt im Oktober stattfanden, nämlich zunächst ein Treffen zum Bogenschießen in der Denzlinger Bogenschießanlage im Heidach und nun ein Kochabend für Eltern und Kinder. Diese neuen Impulse verdankt die Kolpingsfamilie der Initiative und dem Engagement der Geistlichen Leiterin der Kolpingsfamilie, Veronika Scherzinger. Nicht nur der Vorstand freut sich sehr über das große Echo, das beide Programmbeiträge auslöste.

VHzH berichtete unlängst über den gut besuchten Nachmittag in der Bogenschießanlage. Nun war am vergangenen Freitag ein Kochabend angesagt, zu dem 19 Personen, Erwachsene und zahlreiche Kinder und Jugendliche erschienen, um die kreativen Ideen eines erfahrenen Kochs aufzugreifen. Holger Radenz, der seit Jahren die Kantine der Freiburger AOK Südlicher Oberrhein gepachtet hat, ließ sich an diesem Abend nicht nur über die Schultern schauen. Vielmehr erklärte er bereitwillig allen Teilnehmern die einzelnen Schritte für ein schmackhaftes, selbst zubereitetes Essen, angefangen  von den nötigen Zutaten bis hin zur sachgerechten Verarbeitung.

Und nicht zuletzt konnten sich alle Teilnehmer auch freuen über ein wunderbares Essen, das man so vermutlich nicht alle Tage zu Hause zubereiten würde. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl bildete  Holger Radenz spontan vier Kochgruppen, die jedoch nicht alle das gleiche Essen zubereiteten, sondern jeweils recht unterschiedliche, aber immer sehr schmackhafte Drei-Gänge-Menüs.

Küchenchef Holger Radenz (links) mit einigen jungen Teilnehmern.
Küchenchef Holger Radenz (links) mit einigen jungen Teilnehmern.


Köstlich selbst gekocht

Was dabei zunächst auf dem Herd und schließlich auf dem Tisch zum gemeinsamen Abendessen „gezaubert“ wurde, liest sich fast wie eine erlesene Speisekarte eines Feinschmeckerlokals., zum Beispiel die Gruppe A , die zur „Süßkartoffelsuppe mit Apfelwürfeln“ als Hauptgericht „Rotbarschfilet in Pesto Rosso mit gebackenen Zucchini und feinen Bandnudeln“ genießen konnte. Als Dessert gab es hierzu „Apfel-Kratzete mit Zimt-Zucker“.

Die Gruppe B bereitete eine „Toskanische Kürbissuppe mit Pesto-Ciabatta“ zu, worauf sich „Hähnchenbrustfilet in Balsamico-Honigkruste aufgebackenen Karotten mit Kartoffel-Mascarponepüree und Estragonsoße“ anschloss, dazu „Waldhonigparfait mit Beeren-Mix“ als Nachtisch. Neben den beiden köstlichen Gerichten mit Fisch oder Geflügelfleisch begeisterte der erfahrene Koch nicht minder mit der Zubereitung von zwei vegetarischen Gerichten. So kreierte die Gruppe C  „Chicoreesalat mit Quinoa“ als Vorspeise und als Hauptgang „Kartoffel-Kürbisgratin mit Walnusskruste und Birnen-Schmand-Dip“. Als Dessert stand hier „Vanille-CousCous mit Caramel-Popcorn“ auf dem Programm. Die vierte Gruppe (D) servierte als Vorspeise „Herbstsalat in Apfel-Balsamicodressing mit gerösteten Kernen“, gefolgt von „Kräuter-Polenta auf Steinpilz-Maronenragout“ als Hauptgericht und zum Abschluss „Orangen-Granatapfelsalat mit Dattelquark“.

Beim gemeinsamen Abendessen war die Stimmung uneingeschränkt prächtig.
Beim gemeinsamen Abendessen war die Stimmung uneingeschränkt prächtig.

 

 

 

 

Kolpingsfamilie trauert um Helmut Herr

Meister mit Fachkompetenz und ausgeprägtem Humor

Helmut Herr verstarb im Alter von 80 Jahren.Im Alter von 80 Jahren verstarb der Denzlinger Malermeister Helmut Herr am 31. Juli 2018. Am Dienstag, 7. August, wurde er unter großer Anteilnahmen der Bevölkerung auf dem Denzlinger Friedhof beigesetzt. Bei der Trauerfeier in der Kirche St. Josef war auch eine Abordnung der Kolpingsfamilie mit ihrem Banner anwesend, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen, nachdem er noch im Dezember vergangenen Jahres für seine 40-jährige Zugehörigkeit zur Denzlinger Kolpingsfamilie geehrt worden war.

Helmut Herr wurde im März 1938 in Gutach geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Maler und war danach zunächst als Geselle tätig. Im Jahr 1961 heiratete er seine Frau Maria, mit der er 1962 nach Denzlingen zog. Hier kamen die beiden Söhne, Martin und Tobias, zur Welt, zu deren Familien inzwischen drei Enkelkinder gehören. 1968 legte Helmut Herr die Meisterprüfung in seinem Handwerk ab und machte sich zwei Jahre später mit seinem eigenen Malerbetrieb selbstständig.

Aus gesundheitlichen Gründen übergab er diesen allerdings 1999 seinem Sohn Martin, der die Firma als Meister seither ebenfalls mit großem Erfolg führt und im 50. Jubiläumsjahr der Denzlinger Kolpingsfamilie, 2008, das von Theodor Zeller gemalte Bild von Gründervater Adolph Kolping restaurierte. Sowohl der jetzt verstorbene Vater wie Sohn Martin sind nicht nur in der Kolpingsfamilie besonders bekannt durch ihren ausgeprägten Sinn für Humor. Helmut Herr begeisterte einst jedes Jahr alle Besucher von Fastnachtsveranstaltungen, besonders bei der sehr beliebten internen Kolpingfasnet im „Ochsen“ (heute „Belvedere“), mit seinem ausgeprägten Humor, seine allseits beliebte Eigenschaft, die er offenbar auch weiter vererbte.

Der Verstorbene genoss in Denzlingen bei vielen Menschen hohes Ansehen wegen seiner großen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Nicht nur die Mitglieder der Kolpingsfamilie werden ihm ein gutes Andenken bewahren.

Große Trauer um Adolf Schulz

Adolf Schulz verstarb im Alter von 80 Jahren.
Adolf Schulz verstarb im Alter von 80 Jahren.

 
„Künftig in unseren Erinnerungen und Herzen da“ - Kolpingsfamilie verliert einen treuen Mitarbeiter

Für seine Frau Annemarie und alle Angehörigen und Freunde völlig überraschend verstarb Adolf Schulz am Donnerstag, 22. Mai 2018, im Alter von 80 Jahren. Trauer, Tränen und allseits große Betroffenheit löste die Todesnachricht bei allen Menschen aus, die den Verstorben näher kannten, und das waren in Denzlingen sehr viele, nicht nur in der Kolpingsfamilie, in der er sich über 40 Jahre lang vorbildlich engagierte und die dem Verstorbenen bei der Trauerfeier am 29. Mai in der evangelischen Georgskirche das letzte Geleit gaben.

Adolf Schulz stammte aus Denzlingen und war über 50 Jahre verheiratet mit seiner Frau Annemarie, Vater von zwei Töchtern und Großvater von vier Enkeln. Im Sinne seines immer sehr verehrten geistigen Vaters und Gründers der Kolpingsfamilie, Adolf Kolping, lebte er buchstäblich nach dessen Leitspruch „Die Tat ziert den Mann“. Er war nämlich kein Mann vieler Worte  und keiner, den man lange bitten musste, wenn man seine Hilfe benötigte. Vielmehr war er stets da, vor allem freilich für seine geliebte Familie, aber nicht viel weniger für alle Menschen, die in ihm immer einen Mitmenschen erleben durften, wie man sie heute in der öffentlichen Darstellung nur selten erlebt. Es war nämlich vor allem seine oftmals erfahrene Hilfsbereitschaft oder „Sozialkompetenz“, die alle Menschen schätzten und die ihn letztlich so liebenswert machte. Immer hat er einen Weg gefunden mitzuhelfen und Verantwortung zu übernehmen. Wer ihm bei unterschiedlichsten Anlässen begegnete und mit ihm arbeitete, spürte stets auch seine Freundlichkeit und Herzlichkeit.

„In Liebe und Dankbarkeit“ nehmen daher seine Frau und seine Töchter Sabine und Kerstin mit ihren Familienangehörigen und alle Mitglieder der Denzlinger Kolpingsfamilie Abschied von Adolf Schulz, mit dem sie im Oktober vergangenen Jahres im Rahmen einer gemeinsamen Geburtstagsjubilarsfeier im kleinen Gemeindesaal von St. Jakobus seinen 80. Geburtstag feierten. 

Seit einigen Jahren war er auch Mitglied einer achtköpfigen Laufgruppe, „G 8“ genannt, die sich zu einem engen Freundeskreis entwickelte, der noch im Mai eine gemeinsam eine Städtetour nach Leipzig unternahm. Dass Adolf nun nicht mehr dabei sein wird, können sich seine Freunde überhaupt nicht vorstellen.

Der Verstorbene war in seinem Berufsleben ein hochgeschätzter Fachmann als Schreiner, der auch als Kunstschreiner ungezählte besonders wertvolle Möbelstücke bearbeitete. In der Kolpingsfamilie war er immer ansprechbar, wenn Mitarbeit bei vielen Veranstaltungen gefragt war. Beim Aufbau des Altares an Fronleichnam, beim Aufstellen des Christbaumes oder als Mitarbeiter beim Thekendienst anlässlich des Pfarrfestes und bei ungezählten anderen Anlässen, wo der Einsatz der Kolpingsfamilie in der Gemeinde gefragt war.

Als evangelischer Christ praktizierte er mit seiner katholischen Frau und der ganzen Familie eine vorbildliche Ökumene, und dies schon seit Jahrzehnten in einem Geist, wie man ihn heute als besonders wertvoll erfährt.