Blick auf die Familie

Denzlingen (hg). Die Bedeutung der Familie stand im Mittelpunkt bei der Kolpinggedenkfeier am Samstagabend, 3. Dezember 2011, in der Kirche und im Gemeindesaal St. Jakobus. Je zwei Mitglieder konnten für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt werden, nämlich Klaus Hartmann und Joachim Kandziorra (je 50 Jahre) sowie  Johannes Baumgartner und Herbert Schreck (je 40 Jahre). Präses Hermann Vogt und Vorstandssprecher Wolfgang Humpfer nahmen die Ehrungen vor und trugen jeweils maßgeblich zur inhaltlichen Gestaltung der Gedenkfeier bei. 

 

Diese begann am frühen Abend mit einem Gemeinschaftsgottesdienst in der Pfarrkirche, wo Pfarrer Vogt auch das Wirken der Kolpingsfamilie in der Gemeinde würdigte. Danach versammelten sich etwa 50 Kolpingmitglieder zur Gedenkfeier ihres Stifters Adolph Kolping im festlich geschmückten Pfarrsaal. Bei seiner Begrüßung gedachte Wolfgang Humpfer auch der verstorbenen Mitglieder Bernhard Baier und Michael Gollmer und gab sodann einen kurzen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr, wobei er etliche gelungene Veranstaltungen erwähnte, zuletzt den gut besuchten Abend mit Domkapitular in Ruhe, Hermann Ritter. 

Einmal mehr hervorragend organisiert war das gemeinsame Abendessen unter Chefkoch Paul Herrmann und Gabi Panterodt mit dem Kolping-Team. Großen Anklang fand eine Bildmeditation, zu der Wolfgang Humpfer einlud und dabei anhand einer Krippendarstellung und dem Symbol der sich verzehrenden Kerze die Familie als tragende Gemeinschaft ins Zentrum der Betrachtung stellte: „Was hatte das junge Paar, Josef und Maria, nicht alles durchtragen müssen, bis Jesus in der Heiligen Nacht das Licht der Welt erblickte: Die Zweifel von Josef, als er erfuhr, dass Maria ein Kind erwartet, die Flucht des Paares vor den Soldaten von Herodes, die verzweifelte Suche nach einem Platz, in dem Maria das Kind gebären konnte... und was mussten Josef und Maria als Familie mit ihrem Sohn durchtragen, bis er am Kreuz von Golgotha den Tod fand? Jesus wurde zuallererst in seiner Familie der Weg in die Welt bereitet.“ Von Adolph Kolping sind folgende Worte überliefert: „Das Erste, was der Mensch vorfindet im Leben, das Letzte, wonach der die Hand ausstreckt, und das Kostbarste, was er besitzt, ist das Familienleben.“ 

Pfarrer Vogt dankte abschließend allen Aktiven der Kolpingsfamilie für ihren Dienst in der Gemeinschaft und in der Gemeinde insgesamt. Diese Erfahrung sei in der Kirche von heute besonders wichtig und gefragt, und daher habe eine Gemeinschaft wie die Kolpingsfamilie eine wichtige Aufgabe in der Gemeinde.