Raiffeisenbank spendete 500 Euro für Familien

Kolpingsfamilie organisiert damit „Ferienfreude im „Mach Blau“ - Ein Förderprojekt, das bereits seit fünf Jahren mit Erfolg läuft 

Bei der Scheckübergabe (von links): Wolfgang Humpfer, Bernd Singer und Franz Mayer.
Bei der Scheckübergabe (von links): Wolfgang Humpfer, Bernd Singer und Franz Mayer.


„In Denzlingen gibt es zunehmend Familien mit geringem Einkommen, die sich in den Schulferien ihrer Kinder keinen Urlaub leisten können und die vielfach auch kein Geld  haben, ihren Kindern zumindest hin und wieder einen Schwimmbadbesuch zu ermöglichen. Dazu gehören insbesondere alleinerziehende Familien und  Flüchtlingsfamilien“. Mit dieser Information fand die Denzlinger Kolpingsfamilie bereits bei einigen Förderern ein offenes Ohr, zuletzt bei der Raiffeisenbank Denzlingen, die das Familienprojekt aus Mittel des „Gewinnsparens“, mit 500 Euro unterstützt.
 

Am 6. August 2019 trafen sich Raiffeisenbank-Vorstand Bernd Singer mit Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer und Rechner Franz Mayer, um einen Scheck in besagter Größe zu überreichen. Humpfer erläuterte bei dieser Gelegenheit nochmals das Familienprojekt, wobei er das eingangs genannte Problem offen legte. Bis zum Jahr 2015 sei die Kolpingsfamilie Denzlingen immer wieder von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen sozialer Institutionen und Initiativen angefragt worden, ob es möglich sei, Kindern von Familien mit  geringem Einkommen den Eintritt für einen Schwimmbadbesuch, unter anderem auch zum Besuch von einem Schwimmkurs der Gemeinde Denzlingen, zu bezahlen. Im Rahmen ihrer finanziellen  Möglichkeiten hatte die Kolpingsfamilie diesen Anfragen zunächst mit bis zu 400 Euro jährlich entsprochen. Der Bedarf für diese Unterstützung sei jedoch weitaus höher, betonte Humpfer, vor allem sei ein Schwimmbadbesuch für diese Kinder eine sehr wichtige und oft auch die „einzige Abwechslung in den Ferien“. Dort könnten sie nämlich auch „Freunde treffen und neue soziale Kontakte knüpfen“. 

Aus diesem Grund habe die Kolpingsfamilie bereits 2016 ihr neues Familienprojekt „Ferienfreude im Mach Blau“ initiiert und dieses Projekt auch in den Jahren 2017 und 2018 weitergeführt. Der Erfolg sei nicht ausgeblieben, vielmehr habe man letztes Jahr (2018) 20 Familien mit 51 Kindern und Jugendlichen unterstützen können. Möglich geworden sei der Erfolg vor allem dadurch, dass man aus verschiedenen Quellen Unterstützungsgelder erhalten habe. So konnte die Kolpingsfamilie auch im laufenden Jahr wieder das Familienprojekt fortsetzen, nachdem man Licht für den jährlich benötigten Grundstock in Höhe von 1.500 Euro gesehen habe. Einen besonders begrüßten Beitrag leistete nun auch die Raiffeisenbank Denzlingen-Sexau durch ihre Zuwendung aus Mitteln des Gewinnsparens. 

Wolfgang Humpfer bedankte sich bei Bernd Singer nachdrücklich für das offene Ohr. „Wir werden mit dem Geld Eintrittskarten für Kinder, Jugendliche und für Erwachsene als Begleitpersonen kaufen und stellen diese Eintrittskarten gezielt haupt- und ehrenamtlichen Betreuungspersonen dieser Familien zur Verfügung. Damit soll gewährleistet werden, dass nur Kinder und Familien durch das Familienprojekt unterstützt werden, die diese Unterstützung benötigen“, erklärte Humpfer bei seinem Dankeswort bei der Entgegennahme des Schecks.

45 Gäste bei Schluchsee-Fahrt

Familien und Alleinerziehende waren herzlich eingeladen

Der Ausschuss Caritas und Soziales der Kirchengemeinde An der Glotter und die Denzlinger Kolpingsfamilie luden am 6. Juli 2019 Familien und Alleinerziehende ein zu einem Ausflug mit einer Schifffahrt auf dem Schluchsee ein.

Auf dem Parkplatz bei der Jakobuskirche trafen sich vor 9 Uhr 45 Kinder und eingeladene Erwachsene, die sich auf den Tagesausflug freuten. Nachdem man sich zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt hatte, fuhren die Teilnehmer mit einem Bus bis nach Aha am Schluchsee. Von dort aus wurde eine kleine Wanderung am Seeufer entlang in Richtung „Unterkrummenhof“ unternommen. Unterwegs gab es eine ausgedehnte Gelegenheit zur Rast mit eigener Rucksack-Verpflegung und angesichts des tollen Wetters auch zum Baden. Mehrere Erwachsene konnte man dabei auch sehen, die sich nach dem Kennenlernen intensiv unterhielten, was nicht zuletzt auch seitens der Organisatoren gewollt war.

Am „Unterkrummenhof“ gab es für alle Teilnehmer eine leckere Portion Eis, was dank der Förderung durch mehrere Sponsoren ebenfalls im Etat lag. Von dort aus fuhr die Gruppe mit dem Schiff zur Gemeinde Schluchsee, wo der Bus die Teilnehmer wieder abholte und zurück nach Denzlingen brachte. Nach einem kräftiger Wind bis Sturm am See bei Ankunft des Schiffes waren schließlich alle Teilnehmer froh, wieder des Bus zur Heimfahrt besteigen zu können.

Die begleitenden Vertreter des Ausschusses Caritas und Soziales, Veronika Scherzinger, Sonja Reichert und Thomas Petzold, bedankten sich nachdrücklich bei mehreren fördernden Personen, Organisationen und Firmen, namentlich beim Busunternehmen Binninger, beim Erzbistum Freiburg und der Kolpingsfamilie Denzlingen, die von ungenannten Spendern dafür Zuwendungen bekommen hatte. Seit Jahren organisiert der Ausschuss in Kooperation mit der Kolpingsfamilie derartige Tagesunternehmungen, die von den eingeladenen Familien immer dankbar angenommen werden.

Die Ausflug-Teilnehmer vor dem Start bei der Jakobuskirche.
Die Ausflug-Teilnehmer vor dem Start bei der Jakobuskirche.

Kolpingsfamilie dankt den Papiersammlern

Am 23. März 2019 fand in Denzlingen wieder eine Altpapiersammlung statt, die von der Kolpingsfamilie organisiert wurde, die schon seit rund  50 Jahren Altpapier für einen sozialen Zweck sammelt. Mit von der Partie waren auch diesmal wieder große Ministranten und andere Jugendliche, die mit vier kleinen Lastwagen und insgesamt 26 Personen unterwegs waren, um das bereitgestellte Papier auf den Gehwegen einzusammeln. Einige Anwohner brachten Altpapier teilweise auch selbst zum Container auf dem Parkplatz beim „Mach Blau“. Für das sortierte Papier bekommen die sammelnden Gruppen eine garantierte Summe pro Tonne. Mit diesem Geld kann zum Beispiel die Jugendarbeit spürbar gefördert werden. Dank sagte Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer den Firmen Feser, Hoch, Leimenstoll und Ringwald, die Lastwagen kostenlos zur Verfügung stellten, ebenso der Metzgerei Linder für das Vesper. Der nächste Sammeltermin der Kolpingsfamilie ist dieses Jahr wieder am 9. November. Die Fotos zeigen die Sammlermannschaft nach getaner Arbeit und den großen Sammelcontainer, in dem das Altpapier sortiert (ohne Kartons und Schnüre) deponiert wurde.

Sozialengagement bleibt Schwerpunkt

Kolpingsfamilie zog mehrjährige Bilanz - „Blick auf die Zeichen der Zeit“

Der Vorstand der Kolpingsfamilie Denzlingen (von links): Peter Eisenberger, Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Veronika Scherzinger, Gabi Panterodt.
Der Vorstand der Kolpingsfamilie Denzlingen (von links): Peter Eisenberger, Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Veronika Scherzinger, Gabi Panterodt.

 
„Die Zeichen der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“. Dieses Wort des Gründers der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping, stand im Mittelpunkt der Generalversammlung der Denzlinger Kolpingsfamilie am Freitag, 15. März 2019.. Wolfgang Humpfer als Sprecher und Gemeindereferentin Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin zogen  Bilanz.

Lothar Panterodt in seiner Funktion als Vorsitzender des Kolping-Regionalverbandes galt ein besonderer Gruß, der seinerseits auch die Arbeit in Denzlingen würdigte. Seit einigen Jahren hat sich die Kolpingsfamilie einen besonderen Schwerpunkt gesetzt: das soziale Engagement in der Gemeinde und durchaus auch weit darüber hinaus, zum Beispiel in Burundi in Afrika. Bereits vor vielen Jahren, ehe man in den Gemeinden „Grüne Tonnen“ zum Einsammeln von Altpapier und Glascontainer aufstellte, um Flaschen zur Wiederverwertung zu sammeln, war die Denzlinger Kolpingsfamilie alljährlich mehrfach unterwegs, um Altpapier und Flaschen zu sammeln. Mit dem dadurch erwirtschafteten Geld wurden viele Projekte unterstützt, unter anderem ein Kinderheim in Andheri in Indien.

Trotz der Grünen Tonnen sammelt die Kolpingsfamilie auch heute noch zweimal im Jahr zusammen mit Jugendgruppen Altpapier,  - so zum Beispiel wieder am Samstag dieser Woche! - wobei mit dem erwirtschafteten Geld zu 70 Prozent die örtliche Jugendarbeit und zu 30 Prozent andere Sozialprojekte gefördert werden. In Denzlingen unterstützt die Kolpingsfamilie vor allem Familien mit geringem Einkommen, oft Alleinerziehende und andere Personen, von deren Situation man durch Mitarbeiter des Ausschusses Caritas und Soziales der Kirchengemeinde an der Glotter Näheres erfährt.

Sehr dankbar ist die Kolpingsfamilie natürlich auch für jede finanzielle Unterstützung aus privater Hand, auch von Firmen und durch die Kirchenbehörde, die bei entsprechend begründeter Projektdarstellung Zuschüsse erteilt. So ist die Kolpingsfamilie in der Lage, verschiedene Sozialprojekte zu unterstützen, zum Beispiel am Palmsonntag, wenn man im Gemeindesaal eine Frühlingssuppe verteilt. Große Freude bereitet man vielen Familien, wenn die Kolpingsfamilie in Kooperation mit dem Ausschuss Caritas und Soziales zu einem Besuch im Zoo in Basel oder in Karlsruhe einlädt. Letztes Jahr konnte man bereits zum dritten Mal das Projekt „Ferienfreude im „Mach Blau“ starten, wobei 51 Kinder und Jugendliche mit erwachsenen Begleitpersonen aus 20 Familien unterstützt wurden. Veronika Scherzinger konnte speziell darüber in ihrer Funktion als Geistliche Leiterin und als engagierte Mitarbeiterin im Caritas-Ausschuss ausführlich berichtem.

Bereits seit zehn Jahren wird die Kolpingsfamilie im Herbst dieses Jahres wieder Familien mit kleinen Kindern bei freiem Eintritt (Spenden sind natürlich immer willkommen) zu einem Gastspiel der Freiburger Puppenbühne im Gemeindesaal von St. Jakobus einladen.  Ebenfalls schon seit mehreren Jahren werden junge Familien zu einem Auftritt der Märchenfee Alex Zane eingeladen, wobei zuletzt  35 Kinder  und 30 Erwachsenen in den Gemeindesaal kamen. Und nicht zuletzt freut man sich seit Jahren immer, wenn man etlichen Familien kostenlos einen Christbaum zu Weihnachten geben kann, wobei die Bäume von Familien mit Waldbesitz in Glottertal und Heuweiler gespendet werden.

Es gebe nach wie vor viel zu tun, betonen Veronika Scherzinger und Wolfgang Humpfer und bekommen angesichts der beschriebenen Projekte viel Beifall aus den Reihen der Mitglieder. Das Vorstandsteam gibt den Dank aber sofort und gerne weiter an mehrere ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, die sich zur Mitarbeit an verschiedenen Projekten bereit zeigen, die sicher auch in Zukunft in der Gemeinde gefragt sein werden. Das Kolping-Wort „Die Zeichen der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“ muss also nur mit wachen Augen verfolgt werden, ist aus den Reihen des Vorstandes der Kolpingsfamilie zu hören.

Die Teilnehmerrunde bei der Mitgliederversammlung am  15. März 2019
Die Teilnehmerrunde bei der Mitgliederversammlung am 15. März 2019

 

Kolpingsfamilie besuchte Elztalmuseum

Eine 22 Köpfe zählende Besuchergruppe der Denzlinger Kolpingsfamilie unter der Führung von Dietmar Welte zeigte sich am vergangenen Samstag, 16. März 2019, begeistert von den sehr interessanten Ausstellungsstücken im Waldkircher Elztalmuseum. Wunderschöne Schätze sind nämlich in dem barocken Bau des ehemaligen Chorherrenstifts zu bewundern. Auf mehreren Etagen wird ein Spektrum kunsthistorischer Epochen der Stadt— und Regiogeschichte gezeigt. Besonders beeindruckte die Denzlinger Besucher die Orgelführung, bei der zahlreiche Prachtstücke an Dreh-, Jahrmarkt- und Karussellorgeln und Orchestrien zu bestaunen und natürlich auch zu hören waren. Die Denzlinger Nachbarstadt im Elztal ist weltweit als „Orgelstadt“ berühmt. Noch heute werden dort in mehreren Werkstätten Orgeln gebaut, und zwar sowohl Kirchen- wie Drehorgeln.