Kolpingsfamilie dankt den Papiersammlern

Am 23. März 2019 fand in Denzlingen wieder eine Altpapiersammlung statt, die von der Kolpingsfamilie organisiert wurde, die schon seit rund  50 Jahren Altpapier für einen sozialen Zweck sammelt. Mit von der Partie waren auch diesmal wieder große Ministranten und andere Jugendliche, die mit vier kleinen Lastwagen und insgesamt 26 Personen unterwegs waren, um das bereitgestellte Papier auf den Gehwegen einzusammeln. Einige Anwohner brachten Altpapier teilweise auch selbst zum Container auf dem Parkplatz beim „Mach Blau“. Für das sortierte Papier bekommen die sammelnden Gruppen eine garantierte Summe pro Tonne. Mit diesem Geld kann zum Beispiel die Jugendarbeit spürbar gefördert werden. Dank sagte Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer den Firmen Feser, Hoch, Leimenstoll und Ringwald, die Lastwagen kostenlos zur Verfügung stellten, ebenso der Metzgerei Linder für das Vesper. Der nächste Sammeltermin der Kolpingsfamilie ist dieses Jahr wieder am 9. November. Die Fotos zeigen die Sammlermannschaft nach getaner Arbeit und den großen Sammelcontainer, in dem das Altpapier sortiert (ohne Kartons und Schnüre) deponiert wurde.

Sozialengagement bleibt Schwerpunkt

Kolpingsfamilie zog mehrjährige Bilanz - „Blick auf die Zeichen der Zeit“

Der Vorstand der Kolpingsfamilie Denzlingen (von links): Peter Eisenberger, Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Veronika Scherzinger, Gabi Panterodt.
Der Vorstand der Kolpingsfamilie Denzlingen (von links): Peter Eisenberger, Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Veronika Scherzinger, Gabi Panterodt.

 
„Die Zeichen der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“. Dieses Wort des Gründers der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping, stand im Mittelpunkt der Generalversammlung der Denzlinger Kolpingsfamilie am Freitag, 15. März 2019.. Wolfgang Humpfer als Sprecher und Gemeindereferentin Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin zogen  Bilanz.

Lothar Panterodt in seiner Funktion als Vorsitzender des Kolping-Regionalverbandes galt ein besonderer Gruß, der seinerseits auch die Arbeit in Denzlingen würdigte. Seit einigen Jahren hat sich die Kolpingsfamilie einen besonderen Schwerpunkt gesetzt: das soziale Engagement in der Gemeinde und durchaus auch weit darüber hinaus, zum Beispiel in Burundi in Afrika. Bereits vor vielen Jahren, ehe man in den Gemeinden „Grüne Tonnen“ zum Einsammeln von Altpapier und Glascontainer aufstellte, um Flaschen zur Wiederverwertung zu sammeln, war die Denzlinger Kolpingsfamilie alljährlich mehrfach unterwegs, um Altpapier und Flaschen zu sammeln. Mit dem dadurch erwirtschafteten Geld wurden viele Projekte unterstützt, unter anderem ein Kinderheim in Andheri in Indien.

Trotz der Grünen Tonnen sammelt die Kolpingsfamilie auch heute noch zweimal im Jahr zusammen mit Jugendgruppen Altpapier,  - so zum Beispiel wieder am Samstag dieser Woche! - wobei mit dem erwirtschafteten Geld zu 70 Prozent die örtliche Jugendarbeit und zu 30 Prozent andere Sozialprojekte gefördert werden. In Denzlingen unterstützt die Kolpingsfamilie vor allem Familien mit geringem Einkommen, oft Alleinerziehende und andere Personen, von deren Situation man durch Mitarbeiter des Ausschusses Caritas und Soziales der Kirchengemeinde an der Glotter Näheres erfährt.

Sehr dankbar ist die Kolpingsfamilie natürlich auch für jede finanzielle Unterstützung aus privater Hand, auch von Firmen und durch die Kirchenbehörde, die bei entsprechend begründeter Projektdarstellung Zuschüsse erteilt. So ist die Kolpingsfamilie in der Lage, verschiedene Sozialprojekte zu unterstützen, zum Beispiel am Palmsonntag, wenn man im Gemeindesaal eine Frühlingssuppe verteilt. Große Freude bereitet man vielen Familien, wenn die Kolpingsfamilie in Kooperation mit dem Ausschuss Caritas und Soziales zu einem Besuch im Zoo in Basel oder in Karlsruhe einlädt. Letztes Jahr konnte man bereits zum dritten Mal das Projekt „Ferienfreude im „Mach Blau“ starten, wobei 51 Kinder und Jugendliche mit erwachsenen Begleitpersonen aus 20 Familien unterstützt wurden. Veronika Scherzinger konnte speziell darüber in ihrer Funktion als Geistliche Leiterin und als engagierte Mitarbeiterin im Caritas-Ausschuss ausführlich berichtem.

Bereits seit zehn Jahren wird die Kolpingsfamilie im Herbst dieses Jahres wieder Familien mit kleinen Kindern bei freiem Eintritt (Spenden sind natürlich immer willkommen) zu einem Gastspiel der Freiburger Puppenbühne im Gemeindesaal von St. Jakobus einladen.  Ebenfalls schon seit mehreren Jahren werden junge Familien zu einem Auftritt der Märchenfee Alex Zane eingeladen, wobei zuletzt  35 Kinder  und 30 Erwachsenen in den Gemeindesaal kamen. Und nicht zuletzt freut man sich seit Jahren immer, wenn man etlichen Familien kostenlos einen Christbaum zu Weihnachten geben kann, wobei die Bäume von Familien mit Waldbesitz in Glottertal und Heuweiler gespendet werden.

Es gebe nach wie vor viel zu tun, betonen Veronika Scherzinger und Wolfgang Humpfer und bekommen angesichts der beschriebenen Projekte viel Beifall aus den Reihen der Mitglieder. Das Vorstandsteam gibt den Dank aber sofort und gerne weiter an mehrere ehrenamtlich tätige Frauen und Männer, die sich zur Mitarbeit an verschiedenen Projekten bereit zeigen, die sicher auch in Zukunft in der Gemeinde gefragt sein werden. Das Kolping-Wort „Die Zeichen der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“ muss also nur mit wachen Augen verfolgt werden, ist aus den Reihen des Vorstandes der Kolpingsfamilie zu hören.

Die Teilnehmerrunde bei der Mitgliederversammlung am  15. März 2019
Die Teilnehmerrunde bei der Mitgliederversammlung am 15. März 2019

 

Kolpingsfamilie besuchte Elztalmuseum

Eine 22 Köpfe zählende Besuchergruppe der Denzlinger Kolpingsfamilie unter der Führung von Dietmar Welte zeigte sich am vergangenen Samstag, 16. März 2019, begeistert von den sehr interessanten Ausstellungsstücken im Waldkircher Elztalmuseum. Wunderschöne Schätze sind nämlich in dem barocken Bau des ehemaligen Chorherrenstifts zu bewundern. Auf mehreren Etagen wird ein Spektrum kunsthistorischer Epochen der Stadt— und Regiogeschichte gezeigt. Besonders beeindruckte die Denzlinger Besucher die Orgelführung, bei der zahlreiche Prachtstücke an Dreh-, Jahrmarkt- und Karussellorgeln und Orchestrien zu bestaunen und natürlich auch zu hören waren. Die Denzlinger Nachbarstadt im Elztal ist weltweit als „Orgelstadt“ berühmt. Noch heute werden dort in mehreren Werkstätten Orgeln gebaut, und zwar sowohl Kirchen- wie Drehorgeln.

210 Blumenprinzessin-Besucher

Kolpingsfamilie hatte Freiburger Puppenbühne zu Gast

Begeistert waren 210 Besucher im Pfarrsaal von St. Jakobus.


140 Kinder und 70 Erwachsene, also insgesamt 210 Personen, folgten am Sonntag, 28. Oktober 2018, der Einladung der Denzlinger Kolpingsfamilie zu einer weiteren Aufführung der Freiburger Puppenbühne im Pfarrsaal St. Jakobus.Bereits zum neunten Mal konnte Wolfgang Humpfer als Sprecher der Kolpingsfamilie die renommierte Freiburger Puppenbühne in Denzlingen willkommen heißen. Besonders freute er sich über die große Resonanz, die man angesichts von 210 Besuchern wieder verzeichnen konnte.

Neben den Eheleuten, Dr. Johannes und Karin Minuth, ist auch Sohn David seit einiger Zeit im traditionellen Familienunternehmen aktiv. Seit einigen Jahren ist es aber Karin Minuth, die jeweils  alleine in Denzlingen auftritt und dabei sämtliche Rollen in allen Stimmlagen mit Bravour beherrscht.

Helmut Gall durfte für die Presse zu Beginn wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen, wo auch unser Bild entstand, ehe Karin Minuth mit dem Titelhelden des Puppentheaters, dem bei allen Kindern besonders beliebten Kasper, zur offiziellen Begrüßung erschien. Auch am vergangenen Sonntag konnte der Kasper auf seine ausdrückliche Frage hin aus vielen lauten Kinderkehlen hören, dass „alle Kinder wieder da sind“. Uns das sind sie offenbar sehr gerne, zumal die Kolpingsfamilie seit Jahren jeweils die Honorarkosten trägt und alle Besucher bei freiem Eintritt willkommen heißt.

Karin Minuth mit ihrer Kasper-Figur hinter den Kulissen ihres Theaters.


Bereitwillig finden sich nach der Veranstaltung auch immer etliche Väter und Mütter, die beim Zusammenstellen der Saalstühle behilflich sind. Und jedes Mal kann sich der Vorstand der Kolpingsfamilie auch über eine schöne Summe von freiwilligen Spenden freuen, so dass man erneut wieder zu attraktiven Veranstaltungen bei freien Eintritt einladen kann.

Wie zu hören war, wurde Karin Minuth mit ihrer Puppenbühne bereits wieder für Sonntag, den 27. Oktober 2019, 14.30 Uhr zur zehnten Jubiläumsaufführung der Freiburger Puppenbühne nach Denzlingen in den Pfarrsaal St. Jakobus eingeladen. Wer schon einen Kalender für 2019 und Kinder ab drei Jahren hat, darf sich also diesen Termin bereits vormerken.

Ein geheimnisvoller „Gärtner“ spielte diesmal auch eine Rolle.

 

 

 

Abschied von einem lieben Menschen

Wolfgang Kropat starb mit 74 Jahren – Vielen Menschen bekannt und beliebt –Trauergottesdienst in der Georgskirche

Am Samstag, 22. September 2018,  verstarb unser Kolping-Mitglied Wolfgang Kropat im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit in seiner häuslichen Umgebung. Eine lange Zeit intensiver Pflege und liebevoller Zuwendung ging nun auch für seine  Frau Elli und alle helfenden pflegenden Personen zu Ende. „Grüße alle von mir, die Du triffst und mich kennen“, sagte er noch kurz vor seinem Tod, als sich seine Frau zu einem kurzen Einkaufsgang daheim verabschiedete, derweil eine Pflegeperson bei ihm war. Am Freitag, 28. September, fand in der evangelischen Georgskirche der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung statt.

Es gibt mehrere erwähnenswerte Stationen im Leben des Verstorbenen, der 1944 im ostpreußischen Tilsit geboren wurde, heute Sowetsk, eine Stadt in Russland. Als Kleinkind kam er auf der Flucht mit seiner Mutter zunächst nach Bayern, wo er in Ingolstadt aufwuchs, zur Schule ging, seine Frau Elli kennenlernte und dort 1969 auch heiratete. Von daher kommt seine typische Selbsteinschätzung „I bin I“ - als Ausdruck seiner Wertschätzung der  bayrischen Lebensart.

1972 zog er berufsbedingt mit seiner Familie nach Denzlingen, die Tochter Sabine wurde geboren. Insgesamt konnte er zu Beginn seines Ruhestandes im Jahr 2007 auf 47 Berufsjahre zurückblicken, da er vor seiner Zeit im öffentlichen Dienst zunächst eine Berufslaufbahn als Schreiner begonnen hatte. Da ihm das praktische Handwerk jedoch nicht so lag, wie er freimütig bekannte, lernte er fleißig Fremdsprachen und begann bei der Bundeswehr eine Truppenverwaltungslaufbahn, in deren Gefolge er mit dem Luftwaffengeschwader „Immelmann“ nach Bremgarten, Freiburg und schließlich nach Denzlingen kam, wo es ihm und seiner Frau Elli am besten gefiel, wie er oft betonte. In vielfältigen Funktionen war er im Denzlinger Rathaus tätig. Vor allem im Einwohner-Meldeamt, im Passamt, Standesamt und zuletzt im Sozialamt, wo sich Wolfgang Kropat als ausgesprochen „bürgerfreundlicher Beamter“ bewährte und sich allseits großer Beliebtheit und Wertschätzung erfreuen konnte.

Besonders geschätzte Bürgernähe

Seine allseits besonders geschätzte Bürgernähe wurde in zahlreichen  Anekdoten auch anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 2007 gewürdigt, unter anderem diese: Im Laufe seiner Dienstzeit hat er - solange dies überhaupt auf Gemeindeebene möglich war – noch lange nach Dienstschluss hin und wieder einen Pass verlängert, wenn einem vergesslichen Zeitgenossen erst am Vorabend einer größeren Reise einfiel, dass sein Pass ja schon vor Monaten abgelaufen war. Weit über 500 Ehepaaren verhalf er als stellvertretender Standesbeamter ins junge Eheglück, wobei er auch hier als Beamter „mit menschlichem Gesicht“ in Erscheinung trat. Bei der Vereinsfasnet, auch bei der Frauenfasnet (!) und bei anderen Gelegenheiten war Wolfgang Kropat viele Jahre auch als versierter „Mann am Klavier“ sehr gefragt und fand dabei immer den „richtigen Ton“. Über 40 Jahre war er aktives Mitglied der Kolpingsfamilie und wurde noch im vergangenen Jahr dafür besonders geehrt.

Nicht zuletzt schrieb Wolfgang Kropat bis in die achtziger Jahre über zehn Jahre lang für Von Haus zu Haus jede Woche diverse Berichte, machte Fotos und war hier so gut wie allen Bürgern bekannt. So hat der Wahldenzlinger Wolfgang Kropat das Bild seiner Gemeinde nachdrücklich geprägt und hat das Leben dieser Gemeinde spürbar bereichert. Insofern darf man dem Verstorbenen ohne jede Übertreibung auch nachsagen: Wolfgang Kropat hat sich um diese Gemeinde verdient gemacht.

Im Alter von 74 Jahren verstarb Wolfgang Kropat. Das Bild entstand 2007, im Jahr seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Es zeigt (von links): Elli Kropat, Personalrat Rainer Steigert, Wolfgang Kropat, Hauptamtsleiter Helmut Käfer und Bürgermeister Dr. Lothar Fischer.